Ferrari 458 Italia GT2 - 2011

19/12/2025

Ferrari 458 Italia GT2 - 2011

Ferrari 458 Italia GT2

In 2011 wurde der sehr erfolgreiche F430 GTC durch ein ebenso leistungsstarkes Modell ersetzt, welches die GTE-Klasse dominierte und von 2012 bis 2014 sogar drei Mal in Folge den WEC-Hersteller-Titel gewann. Die erste Saison verlief sehr befriedigend, obwohl man in Le Mans nur den zweiten Platz in der LMGTE Pro-Klasse erreichte.

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Die Entwicklung des 458 Italia GT2 wurde wie üblich Michelotto in Padua anvertraut, der dafür bekannt war, im Laufe der Jahre zahlreiche Ferrari-Berlinettas vorbereitet zu haben, darunter die 308 GTBs aus den 1980er Jahren, welche sich bei Rallyes als überaus erfolgreich erwiesen hatten. Das Basismodell war der neueste Zweisitzer mit V8-Heckmotor, der 458 Italia, der auch der letzte mit einem Saugmotor sein sollte, da Ferrari mit seinem Nachfolger, dem 488, endgültig umstieg auf Kompressormotoren.

 Der Tuner verfügte somit über ein raffiniertes Zweisitzer-Coupé, dessen Straßenversion aktive aerodynamische Lösungen und den größten jemals von Ferrari produzierten V8-Saugmotor mit einem Hubraum von 4,5 Litern (der Turbo im 488 wurde auf 3,9 Liter reduziert) hatte und eine Leistung von 570 PS entwickelte, die in der Rennversion mit einem Lufteinlassbegrenzer um 100 PS reduziert wurde.

Der AF Corse 458 Italia GT2 mit der Startnummer 51 gehörte in 2011 zu den ersten Autos, die auf die Rennstrecke gingen. Nach Rennen in Le Castellet und Spa belegte er im Juni beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans den 13. Platz.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

Der AF Corse 458 Italia GT2 mit der Startnummer 51 gehörte in 2011 zu den ersten Autos, die auf die Rennstrecke gingen. Nach Rennen in Le Castellet und Spa belegte er im Juni beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans den 13. Platz.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

Nach Testfahrten in Sebring und auf der Rennstrecke Paul Ricard debütierte das Auto im Frühjahr beim 12-Stunden-Rennen von Sebring, einer Veranstaltung der American Le Mans Series und des Intercontinental Le Mans Cup, der in 2010 als Nachfolger der World Endurance Championship (die in 2012 wieder eingeführt wurde) ins Leben gerufen wurde. Von den vier Autos, welche von drei Teams gemeldet wurden, erzielte das französische Luxury Racing Team mit Platz 28 das beste Ergebnis.

Bei Testfahrten in Le Mans Ende April belegte das schwarz-weiße Auto, mit dem das Farnbacher Team von Hankook gesponsert wurde, den ersten Platz in der GTE Pro-Klasse und den 30. Platz in der Gesamtwertung. Kurz darauf erzielte der 458 Italia GT2 sein erstes Klassensieg beim 1000-km-Rennen von Spa mit dem Team AF Corse und den beiden italienischen Fahrern Giancarlo Fisichella und Gianmaria Bruni, die den 16. Platz in der Gesamtwertung belegten.

Alle sechs 458er, die bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gingen, nahmen in der LMGTE Pro-Klasse teil. Das beste Ergebnis erzielte das Team AF Corse mit Fisichella, Bruniand und dem finnischen Fahrer Toni Vilander, die den 13. Platz in der Gesamtwertung belegten und in ihrer Klasse hinter der Chevrolet Corvette C6.R ZR1 mit Olivier Beretta, Tommy Milner und Antonio Garcia auf den zweiten Platz landeten.

1. Eine der auffälligsten Änderungen gegenüber der Straßenversion ist der zusätzliche große Frontsplitter.2. Feste Plexiglasfenster, eine Karosserie aus Aluminium, Verbundwerkstoffen und Kevlar sowie eine Reihe weiterer Modifikationen führten zu einer Gewichtsreduzierung von rund 250 kg gegenüber dem GT2.3. Offene NACA-Lufteinlässe an den Seiten sind im Vergleich zur Straßenversion neu.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

1. Eine der auffälligsten Änderungen gegenüber der Straßenversion ist der zusätzliche große Frontsplitter.

2. Feste Plexiglasfenster, eine Karosserie aus Aluminium, Verbundwerkstoffen und Kevlar sowie eine Reihe weiterer Modifikationen führten zu einer Gewichtsreduzierung von rund 250 kg gegenüber dem GT2.

3. Offene NACA-Lufteinlässe an den Seiten sind im Vergleich zur Straßenversion neu.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

1. Um den erforderlichen aerodynamischen Abtrieb zu erzielen, ist der 458 Italia GT2 mit einem vergrößerten Auspuff und einem festen Spoiler ausgerüstet.2. Das 7-Gang-Automatikgetriebe wurde durch ein sequentielles 6-Gang-Getriebe von Hewland ersetzt.3. Die Räder, deren Durchmesser kleiner ist als bei der Straßenversion, sind mit breiteren Reifen ausgestattet.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

1. Um den erforderlichen aerodynamischen Abtrieb zu erzielen, ist der 458 Italia GT2 mit einem vergrößerten Auspuff und einem festen Spoiler ausgerüstet.

2. Das 7-Gang-Automatikgetriebe wurde durch ein sequentielles 6-Gang-Getriebe von Hewland ersetzt.

3. Die Räder, deren Durchmesser kleiner ist als bei der Straßenversion, sind mit breiteren Reifen ausgestattet.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

Im Laufe der Saison sicherte sich der 458 Italia GT2 Siege in seiner Klasse bei den 6 Stunden von Imola, Silverstone, Le Castellet und Estoril, die alle Teil der Le Mans European Series waren. Dabei gewann das Team AF Corse die Teamwertung und das Duo Fisichella/Bruni sicherte sich den Fahrertitel. Das Team AF Corse belegte den ersten Platz in der LMGTE Pro-Klasse im Le Mans Intercontinental Cup, während Ferrari den Herstellertitel gewann.

Ab 2012 zeichnete sich der 458 Italia GT2 in der LMGTE Am-Klasse aus, offen für Fahrer unterschiedlichen Kalibers, während er weiterhin Siege in der Pro-Klasse erzielte, in der er den ersten Herstertitel in der neuen FIA WEC-Meisterschaft gewann. Diese Erfolge wurden in den folgenden zwei Jahren wiederholt, zusätzlich zum Gewinn des Teamtitels (erneut mit AF Corse) und des Fahrertitels (ab 2013) mit Bruni und Bruni/Vilander. Der 458 Italia GT2 gewann in 2012 und erneut in 2014 die LMGTE Pro-Klasse in Le Mans.

A. Bei den 24 Stunden von Le Mans 2011 starteten die Ferrari-Teams, darunter AF Corse, mit dem 458 Italia GT2 in der LMGTE Pro und dem „alten” F430 in der LMGTE Am.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

A. Bei den 24 Stunden von Le Mans 2011 starteten die Ferrari-Teams, darunter AF Corse, mit dem 458 Italia GT2 in der LMGTE Pro und dem „alten” F430 in der LMGTE Am.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

B. Der dreifache Auspuff des 458 Italia, der an den F40 erinnert, wurde beim GT2 durch einen doppelten Auspuff ersetzt.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

B. Der dreifache Auspuff des 458 Italia, der an den F40 erinnert, wurde beim GT2 durch einen doppelten Auspuff ersetzt.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

C. Zusätzlich zum GT2 (hier abgebildet ist das Auto mit der Startnummer 51, gefahren von Fisichella, Bruni und Vilander) wurde GT3-Varianten des 458 Italia entwickelt: eine für die amerikanische Grand-Am-Serie und eine weitere für die Ferrari-Challenge-Meisterschaft.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

C. Zusätzlich zum GT2 (hier abgebildet ist das Auto mit der Startnummer 51, gefahren von Fisichella, Bruni und Vilander) wurde GT3-Varianten des 458 Italia entwickelt: eine für die amerikanische Grand-Am-Serie und eine weitere für die Ferrari-Challenge-Meisterschaft.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

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