Ford GT40 Mk II – 1966

30/01/2026

Ford GT40 Mk II – 1966

Ford GT40 Mk II

Der GT40, mit dem Ford sich an Ferrari revanchieren konnte, dessen Kauf dem amerikanischen Giganten in 1963 nicht gelungen war, brauchte fast zwei Jahre, bis er mit dem Mk II seine endgültige Form gefunden hatte. Der GT40 dominierte die 24 Stunden von Le Mans in 1966 und sorgte für eines der umstrittensten Ergebnisse in der Geschichte des Rennens.

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Zwar konnte Henry Ford II seinen Wunsch nach Rache dank einer großzügigen Investition im amerikanischen Stil erfolgreich verwirklichen, aber der GT40 hatte eher britische als amerikanische Herkunft. Nach seinem erfolglosen Versuch, Ferrari zu erwerben, das überall Rennen gewann und seit 1960 Le Mans dominierte, beschloss Ford, Ferrari dort zu schlagen, wo es am stärksten war, und startete ein teures Projekt, um ein Auto zu entwickeln, das gewinnen konnte. Auf der Suche nach der perfekten Option wurden sie schließlich in England erfolgreich, da dort gerade Ford Advanced Vehicles gegründet worden war, um mit kleinen Herstellern wie Cooper, Lotus und Lola zusammenzuarbeiten. Lola überzeugte mit seinem Vorschlag, ein Auto auf Basis des Mk 6 GT mit einem Ford-V8-Motor zu bauen.

Der von Bruce McLaren und Chris Amon gefahrene GT40 Mk II fuhr lange Zeit hinter Ken Miles und Denny Hume an zweiter Stelle, schlug sie aber schließlich auf der Ziellinie.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

Der von Bruce McLaren und Chris Amon gefahrene GT40 Mk II fuhr lange Zeit hinter Ken Miles und Denny Hume an zweiter Stelle, schlug sie aber schließlich auf der Ziellinie.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

Mit dem Namen GT40 und einem Motor, der aus der 4,2-Liter-Serie abgeleitet war, hatte das Auto in 1964 sein Debüt. Schon bei den ersten Rennen, darunter die 24 Stunden von Le Mans, zeigten sich Probleme mit der Zuverlässigkeit und Aerodynamik, was zu einer Reihe vorzeitiger Ausfälle führte. Carroll Shelby, Sieger des französischen Rennens 1959 mit dem Aston Martin DBR 1 und Eigentümer des Shelby American Teams, das in 1964 drei GT-Klassensiege in die Weltmeisterschaft für Sportwagen mit dem Ford-angetriebenen Cobra Daytona gewann und in Le Mans hinter drei Ferraris den vierten Platz belegte, wurde für das Projekt engagiert. Mit Shelby als Verantwortlichem begann der GT 40 in 1965 einige Erfolge zu feiern, darunter die 2.000 km von Daytona mit Ken Miles und Lloyd Ruby. Allerdings kam in Le Mans keiner der GT40 ins Ziel, darunter auch die ersten Prototypen des zukünftigen Mk II mit 7-Liter-Motor, dessen Getriebe als äußerst problematisch erwies.

1. Der GT40 Mk II hat eine längere, stromlinienförmigere Vorderseite als das Originalmodell von 1964.2. Die Türen, die sich bis zum Dach öffnen lassen, wurden vom Lola MK6 GT übernommen, von dem der GT40 abgeleitet ist.3. Im Vergleich zu den frühen Prototypen von 1965 mit 7-Liter-Big-Block-Motoren verfügte das Modell Mk II von 1966 über leistungsstärkere Bremsen und zusätzliche Lufteinlässe für die Kühlung.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

1. Der GT40 Mk II hat eine längere, stromlinienförmigere Vorderseite als das Originalmodell von 1964.

2. Die Türen, die sich bis zum Dach öffnen lassen, wurden vom Lola MK6 GT übernommen, von dem der GT40 abgeleitet ist.

3. Im Vergleich zu den frühen Prototypen von 1965 mit 7-Liter-Big-Block-Motoren verfügte das Modell Mk II von 1966 über leistungsstärkere Bremsen und zusätzliche Lufteinlässe für die Kühlung.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

1. Der GT40 verdankt seinen Namen seiner Gesamthöhe von etwa 40 Zoll (etwas mehr als einem Meter), gemessen von der Oberkante der Windschutzscheibe.2. Sein 427-V8-Motor mit einem Hubraum von fast 7 Litern verfügt über eine Trockensumpfschmierung, damit er tiefer im Fahrgestell eingebaut werden kann.3. Das 4-Gang-Getriebe wurde von Grund auf neu entwickelt, da keines der existierenden Getriebe die Leistung des Motors von fast 500 PS verarbeiten konnte. Allerdings war die Zuverlässigkeit zunächst nicht perfekt.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

1. Der GT40 verdankt seinen Namen seiner Gesamthöhe von etwa 40 Zoll (etwas mehr als einem Meter), gemessen von der Oberkante der Windschutzscheibe.

2. Sein 427-V8-Motor mit einem Hubraum von fast 7 Litern verfügt über eine Trockensumpfschmierung, damit er tiefer im Fahrgestell eingebaut werden kann.

3. Das 4-Gang-Getriebe wurde von Grund auf neu entwickelt, da keines der existierenden Getriebe die Leistung des Motors von fast 500 PS verarbeiten konnte. Allerdings war die Zuverlässigkeit zunächst nicht perfekt.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

Der für 1966 optimierte GT40 Mk II, nun mit einem Motor mit fast 500 PS und einem zuverlässigeren Getriebe, startete erfolgreich das Jahr mit einem weiteren Sieg in Daytona, erneut mit dem Team Miles/Ruby. Bei den 24 Stunden von Le Mans, die Henry Ford II persönlich mit der Flagge startete, nahmen acht Modelle des Mk II teil. Drei davon wurden von Shelby American eingesetzt, die anderen von den britischen Teams Holman & Moody und Alan Mann. Die wendigen und leistungsstarken amerikanischen Autos dominierten das Rennen und zwangen ihre Konkurrenten zu einem unmöglichen Tempo, wodurch nach zahlreichen technischen Defekten und Unfällen sogar die Ferraris ausfielen. Ken Miles, an der Seite von Denny Hulme, übernahm eindeutig die Führung, doch ganz am Ende des Rennens wurde er von seinem Team gebeten, langsamer zu fahren bzw. sich zurückzuhalten für die Autos von Bruce McLaren/Chris Amon und Ronnie Bucknum/Dick Hutcherson, um Ford einen triumphalen Gruppensieg zu ermöglichen. Dafür zahlte er einen hohen Preis: Kurz vor der Ziellinie wurde er von McLaren überholt, der zum Sieger erklärt wurde, da er laut Reglement aufgrund seines Starts einige Meter hinter Miles in derselben Zeit eine etwas längere Strecke absolviert hatte.

A. Der McLaren/Amon GT40 überquerte als erster die Ziellinie beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1966, nach dem er das Auto von Miles/Hulme überholt hatte.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

A. Der McLaren/Amon GT40 überquerte als erster die Ziellinie beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1966, nach dem er das Auto von Miles/Hulme überholt hatte.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

B. Der Neuseeländer Bruce McLaren neben seinem Siegerauto kurz nach Ende des Rennens.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

B. Der Neuseeländer Bruce McLaren neben seinem Siegerauto kurz nach Ende des Rennens.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

C. Bruce McLaren (links) feiert seinen Sieg mit seinem Landsmann Chris Amon (rechts) und „Big Boss“ Henry Ford II (Mitte) nach dem unerwarteten Ergebnis der 24 Stunden von Le Mans 1966, bei denen die GT40 den Triumph über die Ferraris errangen.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

C. Bruce McLaren (links) feiert seinen Sieg mit seinem Landsmann Chris Amon (rechts) und „Big Boss“ Henry Ford II (Mitte) nach dem unerwarteten Ergebnis der 24 Stunden von Le Mans 1966, bei denen die GT40 den Triumph über die Ferraris errangen.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés.

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