Inaltera LM77 - 1977

10/02/2026

Inaltera LM77 - 1977

Inaltera LM77

Die lange Reise von Jean Rondeau zum Gesamtsieg in Le Mans 1980, mit einem Auto das seinen Namen trug, begann fünf Jahre zuvor mit einem Fahrzeug, welches seine Entschlossenheit zum Sieg widerspiegelte, und das sich während zwei Veranstaltungen des 24-Stunden-Rennens von Le Mans als bestes GTP-Auto erwies.

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Für Jean Rondeau war Le Mans schon immer ein Ort, der ihm sehr am Herzen lag. Er wurde in der Stadt geboren, die für die Veranstaltung des berühmtesten Langstreckenrennens der Welt bekannt ist – ein Rennen, von dessen Sieg er bereits seit seiner Kindheit träumte. Nach einer Reihe von Fahrerfahrungen verwirklichte er 1972 seinen Traum, in seiner Heimatstadt als Beifahrer neben Brian Robinson in einem Chevron B21 mit Ford-Cosworth-Motor an den Start zu gehen. Leider mussten er und sein Team nach weniger als 80 Runden das Rennen aufgeben. Rondeau fuhr dann für andere private Teams und in verschiedenen Autos bis 1976, dem Jahr, in dem er sein eigenes Auto baute. Fest entschlossen zu gewinnen, entscheidet sich Rondeau für den damals effizientesten Motor, den Ford Cosworth DFV V8, statt für den in Frankreich hergestellten PRV V6 – eine Entscheidung, die ihm die finanzielle Unterstützung durch den Staat kostet.

Der LM77 von Rondeau-Ragnotti während einer historischen Veranstaltung 2016. Nach Liquidation des Teams verkaufte man die drei Autos, doch später wurden sie wieder vereint und restauriert.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

Der LM77 von Rondeau-Ragnotti während einer historischen Veranstaltung 2016. Nach Liquidation des Teams verkaufte man die drei Autos, doch später wurden sie wieder vereint und restauriert.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

Konfrontiert mit diesem Problem, entschied er sich, einen Vertrag mit dem Tapetenhersteller Inaltera zu unterzeichnen, unter der Bedingung, dass das Team und das Auto diesen Markennamen tragen würden. Aus diesem Grund wurde das Auto einfach Inaltera GTP genannt, nach der Kategorie, in der es antrat (obwohl einige Autos in der Sportgruppe 6 registriert waren), während es auch als Inaltera LM bezeichnet wurde.

1. Die schlichten, klaren Linien des Inaltera LM77 wurden bei den ab 1978 produzierten Autos der Rondeau-Reihe übernommen.2. Der LM77 basiert auf einem Stahlrohrrahmen, der durch Aluminiumpaneele ergänzt wird.3. Die Karosserie aus Kunstharz und Glasfaser verfügt über große NACA-Lufteinlässe.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

1. Die schlichten, klaren Linien des Inaltera LM77 wurden bei den ab 1978 produzierten Autos der Rondeau-Reihe übernommen.

2. Der LM77 basiert auf einem Stahlrohrrahmen, der durch Aluminiumpaneele ergänzt wird.

3. Die Karosserie aus Kunstharz und Glasfaser verfügt über große NACA-Lufteinlässe.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

Das vom Bureau de Style Ovale gestaltete Auto zeichnete sich durch seine Schlichtheit und seine stromlinienförmige Karosserie aus und überzeugte in den Jahren 1976 und 1977 bei den 24 Stunden von Le Mans, wobei es in beiden Jahren in seiner Kategorie siegreich war. Das erste Jahr wurde das Auto, das dieses Ergebnis erzielte und in der Gesamtwertung den achten Platz belegte, von Henri Pescarolo und Jean-Pierre Beltoise gefahren, während das zweite Auto von Jean Rondeau, Jean-Pierre Jaussaud und der belgischen Fahrerin Christine Beckers gefahren wurde und auf Platz 21 landete.

1. Die Hinterradbremsen sind am Differential befestigt, um die ungefederten Massen zu reduzieren.2. Der Ford Cosworth DFV 3.0 V8-Motor lieferte in seiner ersten Version, verwendet im Inaltera, etwas mehr als 400 PS, aber spätere Versionen, verwendet für den Rondeau, wurden auf 450 PS gesteigert.3. Die großen Spoiler, die in der Heckkonstruktion integriert sind, haben eine stabilisierende Wirkung, ohne das Gewicht des Fahrzeugs zu erhöhen.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

1. Die Hinterradbremsen sind am Differential befestigt, um die ungefederten Massen zu reduzieren.

2. Der Ford Cosworth DFV 3.0 V8-Motor lieferte in seiner ersten Version, verwendet im Inaltera, etwas mehr als 400 PS, aber spätere Versionen, verwendet für den Rondeau, wurden auf 450 PS gesteigert.

3. Die großen Spoiler, die in der Heckkonstruktion integriert sind, haben eine stabilisierende Wirkung, ohne das Gewicht des Fahrzeugs zu erhöhen.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

1978 trat das Team mit einem für GTP modifizierten LM77 an, zusätzlich zwei weitere Autos für die Gruppe 6. Dieses Mal erzielte Rondeau das beste Ergebnis, wobei er zusammen mit Jean Ragnotti den GTP fuhr: Dank einer konstanten Leistung und der Zuverlässigkeit seines Autos und Motors landete er auf dem vierten Platz und ließ viele seiner Konkurrenten hinter sich, die mit verschiedenen Defekten und Störungen zu tun hatten. Obwohl sein Porsche 936/77 einen defekten Zylinder hatte, gelang es Jürgen Barth, die letzten beiden Runden als Spitzenreiter abzuschließen. Der von Rondeau gesteuerte Inaltera verpasste knapp das Podium und beendete das Rennen weniger als eine Runde hinter dem Porsche 935 von Claude Ballot-Léna und Peter Gregg, welcher hinter dem Mirage GR8 mit Schuppan und Jarier am Steuer den dritten Platz belegte. Das andere Auto, gesteuert von Christine Beckers und Lella Lombardi, belegte den elften Platz, während das dritte Auto mit Beltoise und dem Amerikaner Al Holbert auf Platz 13 landete.

A. Der Inaltera LM77, der 1977 mit Lombardi/Beckers (die auch den Ladies' Cup gewannen) den 11. Platz bei den 24 Stunden von Le Mans belegte, befindet sich in der Sammlung des Museums der 24 Stunden von Le Mans.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

A. Der Inaltera LM77, der 1977 mit Lombardi/Beckers (die auch den Ladies' Cup gewannen) den 11. Platz bei den 24 Stunden von Le Mans belegte, befindet sich in der Sammlung des Museums der 24 Stunden von Le Mans.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse beendete ein Eigentümerwechsel bei Inaltera die Finanzierung und zwang Jean Rondeau, das Team aufzuheben. 1978 kehrte der französische Fahrer mit einem neuen Team zurück, das diesmal seinen Namen trug, und zwei Jahre später erzielte er einen historischen Sieg, als er als erster und einziger Hersteller und Fahrer die 24 Stunden von Le Mans gewann.

B. Nach seinem Sieg in Le Mans 1980 blieb Jean Rondeau noch einige Jahre im Rennsport aktiv, bevor er 1985 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

B. Nach seinem Sieg in Le Mans 1980 blieb Jean Rondeau noch einige Jahre im Rennsport aktiv, bevor er 1985 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

C. Zwei Inalteras nahmen 1977 an den 24 Stunden von Daytona teil: Nummer 20, auf dem Foto hier hinter zwei Porsche 935 zu sehen, errechte mit Rondeau und Beltoise am Steuer den 28. Platz.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

C. Zwei Inalteras nahmen 1977 an den 24 Stunden von Daytona teil: Nummer 20, auf dem Foto hier hinter zwei Porsche 935 zu sehen, errechte mit Rondeau und Beltoise am Steuer den 28. Platz.© IXO Collections SAS - Tous droits réservés. 

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